Müdes Schulkind. Quelle: a.s. photography

ACHTUNG NEU: Aus aktuellem Anlass wettet der Autor dieser Seite mit einer anonymen Schmähschreiberin, dass sie es nicht schaffen wird ihn und seine Argumente in dieser Sache auch nur annähernd zu widerlegen (peer-review-kompatibel versteht sich). Sollte sie es doch schaffen, so wird der Autor umgehend sämtliche seiner Aktivitäten im Hinblick auf eine gesunde Schulstartzeit einstellen. Lesen Sie hier mehr!

Als hätten sie von der inneren oder circadianen Uhr noch nie etwas gehört, sorgen ignorante Bürokraten und uneinsichtige Nahverkehrsplaner auf Westrügen für derart unvorteilhafte Schulbedingungen, dass den Kindern nicht nur reichlich Lust auf die Schule genommen wird, sondern ihnen systematisch auch viele Chancen auf einen höheren Bildungsweg zerstört werden. Natürlich wissen wir, dass das Problem holistisch, also ganzheitlich angegangen werden muss, dass hier Verstädterung, Landfluch, fortwährende Zentralisierung und Bürokratisierung, sowie Jobabbau im ländlichen Raum eine Rolle spielen. Natürlich blenden wir das nicht aus. Aber wie bei jedem komplexen Problem kommt es auch hier darauf an die richtigen Prioritäten zu setzen und das ist bei uns die Zukunft, also unsere Kinder. Und für die müssen erst einmal vernünftige Bedingungen geschaffen werden um an so etwas wie Zukunft für den ländlichen Raum und Stopp der Landflucht überhaupt denken zu können.

Auf diese Probleme angesprochen reagieren manche verantwortliche Planer und Politiker mit einer derartigen Arroganz auf die Warnrufe der Mediziner und die Sorgen der „einfachen Eltern vom platten Land“, dass diese sich gezwungen sehen an die Öffentlichkeit zu gehen. Es geht schließlich um die Zukunft unserer Kinder und das geht alle etwas an.

Aus diesem Grunde kommen auch die Kinder, denen diese verantwortungslosen Bürokraten Aufstehzeiten von 5:00 Uhr und früher und damit auch Schulwege fast das gesamte Jahr über im Dunkeln zumuten, zuerst zu Wort. Dabei werden Sie sehen, dass auch die Kleinsten schon ein paar gute Vorschläge haben wie man mit den Schulproblemen auch gleich all die anderen wichtigen Fragen, wie Landflucht, Jobverlust im ländlichen Raum, Zentralisierung sowie überproportionale Verarmung und Vergreisung der Landbevölkerung angehen könnte.

Lesen Sie hier zwei Kinderbrandbriefe an unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. A. Merkel (Rügen ist ihr Wahlkreis) und einen an den Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern Herrn Brodkorb.

Da sich manche Dinge am Besten in Beispielen zeigen lassen finden Sie hier zwei literarisch diskutierte Aspekte dieser kurzsichtigen Politik:

Müdes Schulkind. Quelle: a.s. photography

Von manchen Politikern bekommt man, auf diese Probleme angesprochen, derart ignorante Kommentare geboten, dass man nur noch mit Satire antworten kann:

  • „Werte Genossin Kassner“ (den Text können Sie gerne beim Autoren unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! direkt anfordern)

Jawohl und auch das muss gesagt sein, die Linke hat bessere Kandidaten, welche die Sorgen der Eltern und Kinder ernst nehmen. Ein herausragendes Beispiel hier ist Frau Simone Oldenburg im Schweriner Landtag.

Die Ausrede von vielen Entscheidern, dass man diese unsäglichen Schulzeiten aus ökonomischen und verkehrsplanerischen Zwängen heraus nicht anders handhaben könne, ist eine glatte Lüge. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen klar, dass mittel- und langfristig die gesellschaftlichen und ökonomischen Nachteile bei weitem überwiegen:

Und hier sehen Sie nun noch ein Bild, wie Kinder früh 5:30 aussehen sollten, anstatt von grausamen Bürokraten aus den Betten geprügelt zu werden:

Hier sollte ein Schulkinde früh um 5:30 Uhr sein: im Bett!

Für mehr Informationen, insbesondere auch fachlicher Natur, lesen Sie bitte auf der Internetseite der Initiative für vernünftige Schulanfangszeiten auf Rügen. Dort können Sie auch unterstützen, wenn Sie mögen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

PS: „Gnadenloses Aufräumen mit einigen leider weit verbreiteten Vorurteilen

Anhänge:

Alle Poster können beim Verlag im originalen A0-Format angefordert werden.